Monthly Archives: April 2013

Googles Digitalbrille kommt erst 2014

Vielleicht war der Zeitplan doch etwas zu ambitioniert. Bisher war aus Google-Kreisen verkündet worden, dass die Digitalbrille Google Glass bereits Ende 2013 auf den Markt kommen würde. Da es aber sowohl auf der technischen als auch auf der rechtlichen Seite so einige Hürden zu überwinden gilt, hat Google Aufsichtsratschef Eric Schmidt nun etwas realistischer das 2. Quartal 2014 als Verkaufsstart angekündigt. Der Preis für Endkunden soll nach wie vor bei 1.500 US-Dollar liegen.


Die Benutzung der Digitalbrillen im öffentlichen Leben wird mit Sicherheit eine große Debatte heraufbeschwören. Die Digitalbrillen können  unter anderem Videos und Fotos aufnehmen, diese abspeichern und auf ein anderes Gerät übertragen bzw. direkt ins Netz stellen. Google-Chef Sergey Brin hat bereits letztes Jahr auf einer Entwicklermesse gezeigt, wie toll eine Live-Übertragung mit der Digitalbrille funktioniert. Die ganze Aktion war zwar noch etwas ruckelig, aber man konnte sich bereits gut vorstellen, was da noch alles möglich ist. Über den Umfang der Funktionen wird noch breit spekuliert, aber klar ist bereits jetzt, dass die Digitalbrille das Zeug dazu hat, Gadget No. 1 für viele Technikfans zu werden.

Sonys Patent für Digitalbrille mit zwei Displays

Am 21. März 2013 wurde beim US Patent & Trademark Office ein von Sony im November 2012 eingereichtes Patent unter dem Namen „Head-Mounted Display Apparatus“ (dt.: am Kopf getragenes Anzeige Gerät) eingetragen.
Laut Patenteintragung handelt es sich um eine auf dem Kopf eines Betrachters getragene und mit einem Gestell verbundene Anzeigevorrichtung (ähnlich einer Leinwand), auf die Bilder durch seitlich befestigte Projektionsmodule projiziert werden können.  Während das Projekt Google Glass nur mit einem Micro-Display arbeiten soll, plant Sony mit zwei Displays und könnte somit dreidimensionale Bilder erzeugen.


Von einer interaktiven Bedienung über Sprachbefehle und Kopfgesten wie bei Google Glass ist hier allerdings noch nicht die Rede. Google hat also einen gewissen Vorsprung, wird aber definitiv nicht allein im Markt bleiben.

Sinn, Unsinn und Zukunft der Brille mit digitalem Durchblick

Es gibt ja bereits Brillen, auf/mit denen man Videos mit Kinofeeling schauen kann. Sony baut solche Videobrillen schon seit etlichen Jahren. Natürlich ist das Geschmackssache und der eine oder andere wird von sich geben, dass es ja  schöner sei, im richtigen Kino mit vielen anderen Popcornessern zu sitzen und einen ordentlichen Actionfilm auf einer Großbild-Leinwand zu sehen. Da ist wohl was dran. Aber kann sich noch jemand an die Werbung eines Kreditkartenanbieters erinnern, wo ein Pärchen in der Wüste sitzt und „Im singing in the rain“ über so eine Videobrille schaut? Das hat eben auch was ganz spezielles oder? Nun gut, mit Videos schauen ist das Thema Digitalbrillen natürlich noch nicht abgearbeitet. Ich denke da geht noch einiges mehr.