Samsung hat gestern angekündigt, mit einer eigenen Digitalbrille die kommende IFA zu bereichern. Das wurde ja auch langsam Zeit und geschieht eigentlich viel zu spät. Die Konkurrenz ist schon weit weit voraus geeilt, allen voran natürlich Google mit dem Projekt Google Glass. Aber besser spät als nie! Natürlich hält dieser neue Markt noch viele Möglichkeiten zur Positionierung bereit und man darf einfach nicht vergessen, dass die Digitalbrille noch in den Kinderschuhen steckt und auch bei Google noch nicht die nötige Reife erreicht hat.
Neben Smart-Phone-, Smart-Tablets und ach überhaupt allem Smart-irgendetwas liegen nun die sogenannten Smart Wearables voll im Trend. Dazu gehören auch Uhren, die eigentlich Minicomputer sind und in sehr naher Zukunft mit unglaublich viel Datenfunktionalität vollgestopft den Alltag erleichtern sollen. Die Digitalbrille kommuniziert mit der Uhr, die Uhr mit einem Satellit und der Satellit mit der Brille und oder dem Computer zu Hause. Wahrscheinlich wird auch noch eine Info an den Kühlschrank, die Heizung und den Hund geschickt, damit letzterer auch pünktlich mit den Hausschuhen und der Zeitung an der Tür steht. Ach Blödsinn, eine Zeitung braucht man ja heutzutage nicht mehr – hat die Digitalbrille schon erledigt.
Eine einfache Datenbrille ist so ein Gerät schon lange nicht mehr. Inzwischen werden Körperüberwachungstools getestet und die Freunde der Spionage werden definitiv auch auf ihre Kosten kommen. Ach was wird es da alles für schöne Möglichkeiten der Überwachung geben, aber das ist ein anderes Thema.
Die Samsung Digitalbrille soll über Bluetooth mit einem Smartphone verbunden werden und so als Informationslieferant dienen. Ob es dann auch eine Zwinker-Funktion geben wird, wie sie das neue Update von Google Glass beinhaltet, wurde noch nicht kommuniziert. Die Datenschützer fallen schon mal von einer Herzattacke zur nächsten, denn die Zwinker-Funktion, mit der via Augenzwinkern Fotos geschossen werden können, dürfte von ihnen sehr kritisch gesehen werden.

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